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Reportage

Le Canal de Nantes à Brest: Die Schleusentreppe zwischen Rohan und Pontivy

Dieses Jahr haben wir es getan: Wir buchten für 2 Wochen bei Nicols ab Glenac eine Sedan 1000 um endlich die Schleusentreppe zwischen Rohan und Pontivy befahren zu können.

Wir, das sind 3 Schwaben (ein Paar mit Freundin), die schon in den 90er Jahren mehrfach gemeinsam Nicolsbootferien, damals in Burgund, gemacht hatten. In 2011 knüpften wir nach einer zu langen Pause wieder an diese Tradition an. Ein Kanalbooturlaub lockte uns schon seit einiger Zeit wieder. Wir verbinden damit Ruhe, Langsamkeit und schätzen den Kontrast des Lebens auf einem Boot zum Alltag an Land. Wie in den 90er-Jahren wählten wir Hausboote von Nicols, da wir diese in guter Erinnerung hatten, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und sowohl der Komfort als auch die Sicherheit an Bord sehr gut sind. Als Gewässer wählten wir den Canal de Nantes à Brest:

2011 führte uns eine Miniwochenreise von Glenac bis nach Josselin.

2012 erreichten wir in einer Woche Rohan, am Fuße der Schleusentreppe. Diese erwanderten wir 2012 nach unserem Bootsurlaub dem Treidelpfad folgend noch per Fuß und beschlossen dabei, dass wir die Schleusentreppe mit dem Boot « machen » werden. Die Technik und die Bauwerke der Schleusen sind wunderbar in die Landschaft integriert und das Ganze strahlt einen besonderen Zauber aus. Einfach faszinierend, sehr einsam und naturnah.

2013, war es dann soweit. Wir schipperten vom 14.- 28. September auf dem « Canal de Nantes à Brest » von Glenac nach St. Nicolas-des-Eaux am Blavet und wieder zurück. Das macht insgesamt 240 km und 190 Schleusen. Klingt nach Arbeit und Stress, was wir jedoch nicht empfanden. Die Freude am Kanalbootfahren, das schöne Spätsommerwetter, die bezaubernde Landschaft, die malerischen Orte an der Strecke, der tolle Mannschaftsgeist, die Schleusenarbeit und ganz wichtig, der Kontakt mit den netten Schleusenwärtern machten die Reise zu einem unvergesslichen, schönen Erlebnis. Lokale Köstlichkeiten, die wir (alle Hobbyköche) entlang der Strecke eingekauft und in der sehr gut ausgestatteten Bootsküche fast täglich zubereitet haben, ließen die Reise auch kulinarisch zu einem Genuss werden. Und das Gas ging trotz mehrmaliger Benutzung des Backofens auch nicht aus!

Die geräumige « Redon » Nicols 1000 mit ihren 2 Bäder/2WCs, der großen Terrasse und ihrer dritten Kabine (für uns Garderobe und Staukabine) stellte sich als optimal für die 14 Tage heraus. Wir fühlten uns noch wohler als 2012 auf der Nicols GC900. Von den freundlichen Nicols-Mitarbeitern der Basis in Glenac in gutem Zustand gehalten, gab es auch technisch, bis auf eine kleine Eigenwilligkeit einer Pumpe, keine Probleme mit der « Redon ». Auf unserer Reise durch die abwechslungsreiche Landschaft hat sie uns zuverlässig begleitet. Die 14 Tage reichten gut für die zurückgelegte Strecke aus. Wir verbrachten sogar einen ganzen Tag ohne zu fahren oben in der Tranchée d’Hilvern (dem Kanalstück zwischen Anstieg und Abstieg).

Unverständlich bleibt für uns, warum dieser malerische, einsame Kanalabschnitt von Rohan nach Pontivy mitten in der Bretagne nur selten von den Kanalbootliebhabern befahren wird. Dabei macht das « Durchschleusen » mit der Equipe von Schleusenwärtern, die das Boot von Schleuse zu Schleuse begleitet und betreut sehr viel Spaß. Von ihnen erfuhren wir, dass sie außer uns in der Zeit nur ein einziges Boot durch die historische Schleusentreppe brachten. Selbst in der Hauptsaison sei hier leider nicht viel Betrieb und es würde bereits von einer Automatisierung der Schleusen gesprochen. Das wäre ein äußerst bedauernswerter Verlust an « patrimoine » und Kontakt!

PS: Es ist schon beschlossen – nächstes Jahr werden wir eine weitere Schleusentreppe mit einem Hausboot erkunden! Und 2 Wochen müssen es wieder sein.

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